Schuldfrei Weihnachtssnacken – 5 Tips of guilt-free snacking

In German/English

Lasst uns heute mal nicht über Frühstück sprechen, sondern über Weihnachten. Endlich hat man sich dazu durchgerungen, sich gesünder zu ernähren, und dann steht plötzlich Weihnachten vor der Tür. Die Angst, nicht an den vielen Weihnachtsgebäcken unbeschadet vorbeizukommen, ist natürlich nicht ganz unbegründet. Besonders im Büro finden sich oft größere Ansammlungen von Lebkuchen und Plätzchen. Was also tun, um gesund die Weihnachtstage zu geniessen ohne überall „nein“ sagen zu müssen?

Gute Neuigkeiten, es gibt eine ganze Menge Weihnachtsgebäcke, die bereits gesunde Zutaten enthalten. Nüsse, Mandeln, Orangen, Nelken, Anis und besonders Zimt geben unseren Gebäcken nicht nur einen herrlich weihnachtlichen Geschmack, sondern hier stecken auch noch viele gesunde Eigenschaften drin. Zimt hat zum Beispiel die Eigenschaft, den Blutzuckerspiegel zu senken. Besonders im Zusammenhang mit etwas Süßem sorgt Zimt dafür, dass der viele Zucker langsamer in den Organismus gelangt und damit auch den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen lässt und  somit Heisshungerattacken vermindert. Mandeln haben ähnliche Eigenschaften und liefern zudem  noch viele sättigende Ballaststoffe und Eiweiße. Anis wirkt dagegen entspannend.

Das Problem ist jedoch, dass diese gesunden Lebensmittel in Backwaren oft mit weniger vorteilhaften Zutaten vermischt werden. Zuviel Zucker, Fett, Salz und Weissmehl und oftmals noch Konservierungsstoffe, die am Ende unseren Körper mehr belasten, als das sie uns gut tun. Noch dazu nagt das schlechte Gewissen um die neu hinzugewonnenen Fettpölsterchen.

Dabei können ungesunde Zutaten recht einfach durch nährstoffreiche und kalorienärmere Zutaten ersetzt werden. Schaut selbst:

  1. Vollkornmehl statt Weizenmehl: Vollkornmehl liefert im Vergleich zu herkömmlichen Weizenmehl um einiges mehr an gesunden Nähr- und Ballaststoffen und verfeinert zusätzlich den Geschmack. Anstelle einer Tasse Weizenmehl sollten 7/8 Tassen Vollkornmehl verwendet werden.
  2. Banane statt Butter oder Öl: Pürierte Bananen eignen sich optimal als Fettersatz. Ihre andickende Wirkung macht sich hervorragend beim Backen. Bananen sind außerdem sehr nährstoffreich und liefern viele Ballaststoffe und Kalium. Bananenpüree kann 1:1 mit Butter oder Öl ausgetauscht werden. Einfach eine Tasse Butter/Öl mit einer Tasse Bananenpüree ersetzen.
  3. Apfelmus statt Zucker: Ungesüsstes Apfelmus enthält nur ca. ein Fünftel an Süsse, als herkömmlicher Zucker. Apfelmus kann 1:1 mit Zucker ausgetauscht werden. Aufgrund des hohen Flüssiggehalts sollten andere Flüssigzutaten jedoch um ca. 1/4 reduziert werden, um die Backkonsistenz wie erwünscht ausfallen zu lassen.
  4. Vanille statt Zucker: Eine weitere Alternative, um auf Zucker zu verzichten, ist Vanilleextrakt. Hier sollten man eher ganz nach Geschmack vorgehen, aber für den Anfang könnte man 2 TL Zucker mit 1/2 TL Vanilleextrakt austauschen.
  5. Kokosmilch statt Sahne: Kokosmilch enthält weniger Fette als Sahne und ist daher ein prima Ersatz. Außerdem sind diese Fette weniger dickmachend, da sie schneller im Körper zu Energie verbrannt werden.

Was bei Weihnachtsgebäck auch sehr gut funktioniert, ist der Einsatz von Haferflocken, mit denen sich zum Bespiel Haferflockenplätzchen backen lassen. Eine gelungene Abwechslung zu herkömmlichen Plätzchen. Sie strotzen vor Ballaststoffen und gesunden Nährstoffen. Als Inspiration im Folgenden ein Beispielrezept. Die Kollegen werden sich freuen, hier zwei Kekse mehr essen zu können 😉


 Haferflocken-Mandel-Plätzchen

  • 30g Butter
  • 30g reife Bananen
  • 1 Ei
  • 45g Haferflocken (fein)
  • 40g gemahlene Mandeln
  • 40g Dinkelmehl
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1/2 TL Zimt
  • 1 Prise Salz

Die weiche Butter und die reife Banane mit dem Zucker und dem Ei kräftig schaumig rühren. Die restlichen Zutaten werden separat miteinander gemischt und anschließend langsam zur Butter-Ei-Mischung gegeben und zu einer Paste verrührt. Während nun der Ofen auf ca. 180 Grad vorgeheizt wird, den Teig mit einem Löffel portionsweise auf das Backblech verteilen und für ca. 12-15 Minuten backen. Ich habe anschließend noch etwas Glasur auf meine Kekse gegeben, für den interessanten Look. Hierzu habe ich 1 Eiweiß schaumig geschlagen und langsam eine Prise Salz und 40 g Puderzucker hinzugefügt. Die Kekse schmecken aber auch hervorragend ohne Glasur. Mit dem Rezept bekommst du ca. 14 kekse.

guiltfree snacken © Mehr Power auf Dauer
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