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Langsames Essen schützt vor zu viel Gewicht

In German/English

Langsames Essen ist ja nicht jedermanns Stärke. Ich kann mich da selbst nur anschliessen. Aufgewachsen in einem Umfeld, wo ich lernen musste, schnell zu sein, um nichts weggegessen zu bekommen und am Ende nicht auch noch alleine am Tisch zu sitzen, ist es oft nicht immer ganz einfach herunterzufahren und beim Essen zu entspannen. 

Aber auch im Alltag werden oft viele Dingen nebenbei erledigt. Ziel ist es ja, so viele Sachen wie möglich zu schaffen, um anschliessend Zeit zum entspannen zu haben. Hm. Selten sitzen wir einfach nur da, um zu essen und dabei die Ruhe zu geniessen. Es ist oftmals eben viel einfacher, nebenbei Zeitung zu lesen, eine Serie zu schauen, zu arbeiten, Auto zu fahren oder eine SMS zu verschicken.

Nun ist es aber tatsächlich gar nicht so optimal für uns, schnell alles husch-husch hinunterzuschlingen. Und warum mit der Entspannung nicht schon beim Essen beginnen? Nicht nur beim Restaurantbesuch mit den Liebsten, nein, angefangen gleich beim Frühstück, Mittag und jeder anderen Mahlzeit.

Schnellesser bemerken einfach nicht, ob sie bereits satt sind und essen daher oft viel mehr als notwendig. Das Sättigungsgefühl setzt ja bekanntlich erst nach 15 bis 20 Minuten ein und wenn wir über unser eigenes Essverhalten nachdenken, dann wissen wir alle, dass das Essen oft bereits nach einigen Minuten verschlungen ist und wir uns bereits – zumindest gedanklich – den nächsten Dingen widmen. Dabei geht es beim Essen nicht nur um die Nahrungsaufnahme, sondern eigentlich auch um den Genuss und der Entspannung. Essen reduziert nämlich auch Stress. Einfach durch langsameres Essen und ausgiebigeres Kauen.

Durch vieles Kauen verteilen sich die vielen Aromastoffe im Essen besser mit dem Speichel, was wiederum bedeutet, dass wir den eigentlichen Geschmack noch viel intensiver wahrnehmen.

Oma’s Weisheit: Gut gekaut, ist halb verdaut!

Aber nicht nur das, noch viel wichtiger ist, dass der Organismus bei langsameren Essen viel mehr die Möglichkeit hat, die Nährstoffe, Vitamine und Mineralien aus der Nahrung überhaupt aufzunehmen. Die Verdauungsenzyme werden besser aktiviert. Gerade Kohlenhydrate (Kartoffeln, Reis, Nudeln, Brot, Schokolade) sollten besonders gut gekaut werden, da ein grosser Teil deren Verdauungsenzyme im Speichel vorkommen. Wenn hier also nicht richtig gekaut wird, kann der Körper die Nahrung nicht richtig verdauen und am Ende die Nährstoffe nicht richtig verwerten. Es kommt zu einer Störungen bei der Aufnahme von Vitalstoffen aus der Nahrung und auf Dauer kann es zu einem Vitalstoffmangel kommen.

Zusammengefasst bedeutet langsameres Essen, dass

  • wir den Geschmack intensiver wahrnehmen
  • wir uns entspannen
  • Vitalstoffe besser aufgenommen werden
  • das Essen insgesamt besser verdaut wird
  • wir am Ende sogar schlanker bleiben, da wir uns nicht überessen.

Dieser Artikel wurde geschrieben, während ich nebenbei etwas zu Essen geknabbert habe. Ab morgen wird alles anders! Kann doch nicht so schwer sein.


For my english speaking friends:

Eating slowly keeps your weight in shape

Taking time for eating is not everyone’s strength. I am pretty bad myself. Having grown up in an environment where I had to learn to be fast in order for my food not to get eaten away by brothers, it is not always easy to relax while eating.

Every day we multitask, we try to handle as many things at the same time as possible in order to have time for relaxation afterwards. Rarely do we just sit there to eat and enjoy the tranquility. It is often much easier to reading a newspaper, watching telly, working, driving or to sending an SMS… while eating.

But actually, it’s not that ideal for us to eat in a rush like this. And why not even starting to relax while eating? Not only when we are at dinner with loved ones. No, starting right away with breakfast, lunch and actually every other meal.

Fast eaters simply do not notice whether they are already full. Therefore they often eat more than necessary. It is well known that the feeling of satiety kicks in only after about 15 to 20 minutes. And when analysing our own eating habits, then we all know that our meals are often swallowed up within few minutes. So what do we do? Eating more then needed, as we still feel kind of hungry.

Eating is not just about the food intake, but also about the enjoyment and relaxation. In fact, eating reduces stress simply by eating slower and chewing longer. Chewing longer combines the many flavors of the food a lot better with the saliva, which in turn means that the actual flavour tastes much more intense.

But not only that, our organism can deal with nutrients, vitamins and minerals a lot better when eating slower. The digestive enzymes get properly activated. Carbs in particular (potatoes, rice, pasta, bread, chocolate) should be chewed very well, since a large proportion of their digestive enzymes become active in our saliva. If not chewed properly, the body has trouble digesting the food and won’t be able to utilize the nutrients to its full extent. In the long run this might lead to a shortage of nutrients. We don’t want that.

In summary it means that due to eating slower 
  • we experience more intense flavours
  • we relax a lot better
  • we absorb nutrients much better
  • our digestion works a lot better.  
  • we remain slimmer at the end, because we won’t overeat

This article was written while I was casually nibbling some food. Everything will be different tomorrow. Surly it can’t be that hard, can it? 

2 Kommentare

  1. Jay Stark sagt

    Ehrlich gesagt muss ich mich ziemlich dazu zwingen. Aber stimmt, wenn ich’s mache merke ich, dass es mir zumindest danach besser geht. Für eine seriöse Abnehmeaussage ist es noch zu früh, aber hätte nix dagegen ;-)

    Gefällt 1 Person

    • Geht mir auch oft so, braucht viel Selbstbeherrschung, die ich, wenn es ums essen geht, oft nicht oft habe. Aber es hilft, du wirst sehen ;)

      Liken

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