Linsensalat – Ein Fest für die Sinne

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Linsen habe ich erst kürzlich für mich wiederentdeckt. Viele Jahre vergass ich komplett deren Existenz. Linsen gab es bei uns früher immer nur in Form eines Eintopfes mit Wurst und Essig. Ein nostalgischer Eintopf, der mich immer an meine Kindheit erinnert. Aber nie wären wir damals auf die Idee gekommen, Linsen auch mal anders zu essen, z.B. als Salat.

Ganz ähnlich wie bei Couscous und Bulgur lassen sich aus Linsen extrem leckere Gerichte zaubern, die man sowohl kalt als auch warm geniessen kann. Linsen eignen sich daher perfekt als Lunch-Paket für die Arbeit. In einfachen Schritten zu Hause vorbereitet, lassen sie sich ideal am nächsten Tag mit ins Büro nehmen. Aber nicht nur das, Linsen sind auch noch reine Kraft- und Energiepakete, die uns mit wichtigen Nährstoffen geradezu verwöhnen.

Mein erster Versuch Linsen als Salatvariante zu essen bzw. auch zuzubereiten, war überwältigend. Geschmacklich war es geradezu ein Fest. Weiter unten erfahrt ihr, wie genau ich den Salat zubereitet habe. Es gibt unendlich viele verschiedene Linsensorten, für meinen Erstversuch habe ich mich jedoch an die gewohnte gemeine braune Linse gehalten und wurde tatsächlich nicht enttäuscht. Von nun an werde ich mich durch sämtliche Linsensorten durchessen: Watch this Space, ich werde berichten.

Was steckt in den Linsen drin

Bevor es jedoch das Rezept gibt, wie immer noch eine kleine Exkursion in die ernährungwissenschaftlichen Vorteile. Linsen stecken voller pflanzlicher Eiweisse, etwa ca. 25%, vergleichbar mit Hühnchenfleisch. Für Vegetarier und Veganer daher die ideale Alternative zum Fleisch ohne auf wertvolle Eiweisse zu verzichten. Linsen enthalten so gut wie kaum Fett, dafür aber einen hohen Anteil an wichtigen Kohlenhydraten und Ballaststoffen, die dafür sorgen, dass wir länger satt bleiben und gleichzeitig auch unsere Verdauung unterstützen. Je nach Zutaten, eignen Linsen sich daher auch bei einer Diät. Linsen liefern ausserdem Eisen, Vitamin-B, Magnesium und Kalzium etc. und stärken somit unser Immunsystem, wirken beruhigend (besonders bei Stress) und fördern unsere Konzentration. Kurz zusammengefasst: Kleine Linse, grosse Wirkung, oder schlichtweg: Mehr Power auf Dauer 😉

Aber wie so oft bei Hülsenfrüchten, können auch Linsen für ein unangenehmes Blähgefühl im Bauch sorgen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort: „Linsen lassen den A..sch grinsen“. Hier kann jedoch mit Gewürzen entgegengewirkt werden, wie z.B. Kreuzkümmel, Koriander, Ingwer, Fenchel, Petersilie.

Linsensalat mit Ofengemüse

  • 175 g Linsen
  • 1 Zehe Knoblauch
  • 1/4 Feta
  • 6 Partytomaten
  • 1 halbe Paprika (gelb)
  • 1,5 Karotten (normal groß)
  • 1 halbe Aubergine
  • 1 halbe handvoll frischen Koriander
  • 1/2 TL Kümmel
  • Pfeffer, Salz
  • etwas öl, Zitronensaft

Während die Linsen vor sich hinköcheln, das Gemüse im Ofen bei ca. 200 Grad für etwa 30 Minuten garen. Anschliessend das Gemüse mit den Linsen vermischen, mit öl, Zitronensaft, Pfeffer und Salz abschmecken, Feta hinein und um lästige Blähungen vorzubeugen den Kümmel und Koriander hinzugeben. Das Gericht könnt ihr nun entweder gleich warm essen, oder ihr packt euch etwas zur Seite und nehmt es am nächsten Tag als Lunch-Paket mit in die Arbeit. Wie gesagt, es schmeckt auch hervorragend kalt. Ich habe die Erfahrung gemacht, wenn ich Linsensalat am nächsten Tag ins Büro mitnehme, dass ich morgens besser noch ein wenig mit Kümmel uns Koriander nachwürze, da deren Wirkungen über Nacht ein wenig nachzulassen scheinen, aber probiert es einfach selbst aus.

Kleiner Tipp: Linsen vorerst mit ungesalzenem Wasser kochen, und später nachsalzen, da sie sonst nicht richtig weich werden.

Linsensalat © Mehr Power auf Dauer
Linsensalat © Mehr Power auf Dauer

Mit Dank für die tolle Inspiration an Mindfulspoonful

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